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Über mich

Wer bin ich? Diese Frage konnte ich erst im Laufe meines Lebens beantworten. Es fühlte sich viele Jahre lang nie ganz „richtig“ an. Ich war ständig unterwegs, habe mich abgelenkt, Hobbys verworfen oder mich in Tagträumerei verirrt. Ich  war ständig auf der Suche.

 

Aber nach was? Das konnte ich lange nicht benennen. Oft habe ich die Fehler bei mir gesucht. Oder sie auf mich genommen, denn ich war schon immer eine harmoniebedürftige Person. Aber im Laufe der Zeit entstand dadurch ein unbewusster Glaubenssatz " Ich bin nicht richtig“. 

Aber wie konnte ich das sagen? Denn rückblickend hatte ich so viel erlebt, so viel geschafft. Aus meinem Erlebten hätte ich locker zwei, drei weitere Leben daraus machen können. Aber ich habe es nie gesehen. Für mich gab es kein "Ende". Wann war denn gut, gut genug? Ich wollte mir ständig beweisen, dass ich es schaffe. 

 

Ich hatte immer eine treibende, rebellische Kraft in mir, mit der ich meine Wahrheit lebte. Ich wollte mich nur anpassen, wenn ich den Sinn dahinter verstand.

Meine Retroperspektive

Rückwärtsbetrachtet weiß ich, dass ich durch bestimmte Lebenserfahrungen, Blockaden und karmische Verstrickungen eine andere Vorstellung (Projektion) über mich hatte, als ich,  im Wesenskern bin.

 

Auf Basis dieser Illusion, meiner falschen Realität, gestaltete ich mir mein Leben und war nie zu 100% glücklich.

Bis ich es merkte.

Das Chamäleon und ich

Mein Leben verlief nicht immer geradlinig und war deutlich mit Tälern und Höhen durchzogen, die nicht ohne waren.

 

Aber eines hat mir immer geholfen! Meine Anpassungsfähigkeit, mein Glaube und Treue an mich selbst, meine Flexibilität, meine positive Grundeinstellung und die Fähigkeit, mich auch durch schwierige Situationen zu bringen. Ich bin wie ein "Stehaufweibchen".

Wie überall', gibt es auch eine Kehrseite - ich war schnell begeisterungsfähig, hatte viele Ideen, verlor aber oft das Interesse, wenn ich den Sinn und die Ernsthaftigkeit nicht erkennen konnte. Oder weil irgendetwas anderes spannender wurde. Ich war lieber für mich und eher introvertiert. Ich konnte im Perfektionismus aufgehen wie keine Zweite und mutete mir immer mehr zu.

Der Preis für meine Anpassungsfähigkeit

Ich habe jahrelang, in einer Männer dominierenden Branche, der Logistik, gearbeitet. Ich hatte das Gefühl, mich den Abläufen, Gepflogenheiten, den Ellenbogen, der Macht und dem rauen Ton anpassen zu müssen, um gesehen zu werden. Mein sehr junges Aussehen hat mir zusätzlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich wurde oftmals unterschätzt oder nicht wahr- bzw. ernst genommen.

Ich habe mich, als Frau, angepasst und meine (männliche) Rolle gespielt. Aber es hatte auch einen hohen Preis.

 

Die meiste Zeit meines Angestelltenverhältnisses arbeitete ich in Vollzeit, um meinen Status und meine Position behalten zu dürfen und auch um mein Gehalt zu verdienen. Es gab eine Zeit von fünf Jahren, in der ich alleinerziehend mit Säugling / Kleinkind war. Erst, als mein Sohn vier Jahre alt war, lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Bis zum Schuleintritt war mein Kind der Erste und der Letzte in der Kita, konnte kaum Freunde mit nach Hause bringen, Termine mit Ärzten etc. musste ich morgens um 7 Uhr erledigen, da ich sonst mit meiner Arbeitszeit nicht zurecht kam.

 

Was das an Gewissensbissen in mir verursachte, muss ich nicht erwähnen.

Während meiner Elternzeit, mit meinem zweiten Sohn, war mein Wunsch nach beruflicher Unabhängigkeit so groß, dass ich mich selbstständig machte. Zuerst im Nebenerwerb, dann aber nach 1 1/2 Jahre in "Vollzeit".

Ich baute mein Taschenlabel FERDINandNOAH auf und war damit erfolgreich. Nach knapp 5 Jahren merkte ich, dass ich kreativ genug war, um Taschen zu designen und versiert genug um diese zu vertreiben.

 

Aber ich war nicht ich.

Dieser Wettbewerbskampf, ausstechen von anderen, um die eigenen Umsätze zu skalieren und auch um zu überleben bzw. Geld zu verdienen, widersprachen meinen persönlichen Werten von Gleichgewicht, Frieden, Leichtigkeit, Harmonie und Wertschätzung zum Wohle des Ganzen. Aus diesem Grund stellte ich den Vertrieb ein.

 

Das war ein langer innerlicher Prozess, der auch von vielen Ängsten begleitet wurde. Aber mir schlussendlich Befreiung brachte.

Das Ende meiner Vergangenheit, ist der Neubeginn meiner wahren Berufung.

Nun gehe ich als Visionärin der neuen Zeit voran und zeige euch , wie ihr ebenfalls nachziehen könnt.

Woher der Sinneswandel?

2018 war für mich das herausforderndste Jahr überhaupt. Ich kam persönlich an meine Grenzen und stand praktisch schon mit einem Bein im Burn Out. Das wurde im letzten Moment verhindert, da ich stets von einer unsichtbaren, tragende inneren Kraft begleitet wurde, die mich vor schlimmeren bewahrt hat. 

 

Auslöser waren damals, die sich aufschaukelnden Probleme in der Schule und das Thema ADHS bei meinem Großen. Ich hatte ihn tagsüber länger an meiner Seite, als er in der Schule saß und musste dann noch meine beruflichen Aufgaben "irgendwie" dazwischen quetschen. Dann dieser Expertenrat von allen Seiten, kombiniert mit wütenden Blicken anderer Eltern, die nicht glauben konnten "dass man das nicht in den Griff bekam".

 

Diese Grenzerfahrungen, die ich in dieser Phase erleben durfte, diese (Ohn-) Macht- und Hilflosigkeit war enorm. Denn es ist ja nicht so, dass man „einfach so“ gute Hilfe und Unterstützung von außen bekommt. Der einfache Weg zur Pille war nicht unserer, bzw. wusste ich immer, dass tief im Kern meines Kindes, ein liebevoller Junge wohnt, der nur gerade eine andere Seite (Projektion) lebte.

 

Deshalb kämpfte ich für ihn, wie eine Löwenmutter, und wir konnten über alternative Methoden eine Verbesserung erzielen.

 

Gleichzeitig arbeite ich an meinen Themen und an meiner Gesundheit. Denn, ob wir das hören wollen oder nicht - auch wir Eltern tragen unseren Teil dazu bei, wie sich unsere Kinder verhalten oder warum sie sich so verhalten.

 

Es gibt für jede Handlung eine Ursache. Meistens liegt diese tief in unserem Unterbewusstsein verborgen.

Durch meine Ernährungsumstellung, dem auflösen von seelischen Themen und Stressreduktion kam ich wieder in meine Ur-Kraft. Auch meine Multiple Sklerose verabschiedete sich. Heute sehe ich noch jünger aus als vorher- aber es stört mich nicht mehr :-) 

Zurück zu mir

Heute bin ich sehr dankbar für meine ganzen Erfahrungen. Ohne sie hätte ich mich nicht so schnell entwickelt, ohne sie wüsste ich nicht wie sich Extremsituationen / Emotionen anfühlen. Ich hätte meinen Schleier der Illusion nicht gelüftet.

 

Ich konnte wachsen, meinen inneren Kern wiederentdecken und endlich Frieden finden.

 

Nun lebe ich nach meinen Werten und gehe meiner Berufung nach. Jeder hat eine Aufgabe auf dieser Erde.

 

2019 bekam ich meinen spirituellen Namen Ananda Prakash Kaur, was so viel bedeutet wie "die glückselige Verkörperung des aufsteigenden Licht Gottes in der Welt".

 

Also bin ich einfach glücklich, strahle dies nach außen aus und folge meiner Intuition.

 

Tief im eigenen

 

selbst | bewusst |sein.