Teilzeit. Paradies oder Exil- eine Sache des Betrachters


„Teilzeit“. Ein Begriff, zwei gravierend unterschiedliche Sichtweisen. Für die Einen bedeutet es Freiheit, Leichtigkeit, Work-Life-Balance und für die anderen Begrenzung, Stress und Schuldgefühle.


Warum ist das so?


Aus welchem Grund erlebt die eine Gruppe „Teilzeit“ als Paradies und eine andere als Exil?

Wieso haben Begrifflichkeiten wie „Arbeitszeit“ so viel Macht? Begriffe sind jederzeit austauschbar und nicht starr. Nur unsere Schockstarre, die daraus entsteht, wenn wir „Teilzeit“ als Schreckgespenst sehen.


Dabei geht es in Unternehmen doch darum, die Unternehmensziele zu erreichen. Diese definieren sich aktuell durch Umsätze, Abschlüsse etc.. Ich schreibe bewusst „aktuell“, denn auch hier darf ein Bewusstseinswandel in Unternehmen erfolgen.


Wenn also Unternehmensziele durch Zahlen, Daten, Fakten erreicht und belegt werden, warum wird dann auf Nettoarbeitszeiten geschaut?


Was bedeuten überhaupt Zeiteinheiten und wer gewichtet sie?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie effektiv und effizient ich als Arbeitnehmerin arbeitete, gerade weil ich wusste, dass ich nachmittags einen harten Anschlag hatte.


Als Arbeitnehmer(-in) suche ich mir, i.d.R. Unternehmen aus, die zu mir passen, auf die ich Lust habe, wo meine Motivation am größten ist. Also werde ich doch, erfahrungsgemäß die Aufgaben, mit Freude, rechtzeitig erledigen. Ob ich nun eine terminliche Punktlandung hinlege oder so schnell bin, dass ich noch Zeit für mich / andere Dinge habe, spielt doch in der Erfüllung der Unternehmensziele keine Rolle.


Der Weg ist das Ziel und es gibt eine Vielzahl davon!

Warum denken wir nicht neu und gehen ganz zu Vertrauensarbeitszeiten?


Wenn ich mich betrachte weiß ich, dass die kreativsten Ideen / Umsetzungen dann entstehen, wenn ich aus der Ruhe heraus, in meinem Flow arbeite. Wenn der Vulkan dann ausbricht, brauche ich meist schnell Papier und Stift. In der Regel habe ich meinen Output dann in Nullkommanichts zu Papier gebracht und bin mit meiner Aufgabe fertig.


Ist mein Ergebnis jetzt von geringer Qualität und ich muss ein schlechtes Gewissen haben, weil ich schneller fertig bin, als andere? Oder muss jetzt die andere Person ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie langsamer ist als ich?


Nein!


Jeder in seinem Tempo, im Sinne der Aufgabenstellung und zum Wohle des Ganzen (Mitarbeiter / Kultur / Unternehmen).
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