Im Einklang mit dir und deinen inneren Kindern

Aktualisiert: Apr 7


Wenn ich rückblickend mein Leben betrachte, hatte ich teilweise große Ängste, Sorgen und Nöte, die mich einige Male extrem forderten. Ich drehte einige Umwege und ging teilweise durch schmerzhafte Erfahrungen. Trotzdem habe ich das erreicht, was ich wollte.


Warum?


Mich begleitete stets eine behütete, innere positive Antriebskraft. Sie führte mich, wie selbstverständlich, durch die Höhen und Tiefen meines Lebens. Mir war lange Zeit nicht klar, woher diese innere Führung kam. Bis ich vor einiger Zeit ein Seminar zum Thema innere Kind Heilung besuchten. Dort erfuhr ich, dass wir im Grunde ein Zwillingspärchen als inneres Kind haben. Ein spirituelles und ein menschliches inneres Kind. Im Nachhinein auch logisch, denn in meiner Wahrnehmung sind wir alle Kinder Gottes (spirituelles inneres Kind) und leben in einem menschlichen Körper (menschliches inneres Kind).


Mit diesem Wissen fiel bei mir der Groschen und auf einmal ergab alles einen Sinn.


Mein spirituelles inneres Kind war schon immer angebunden an das Göttliche. Es wusste, wer ich war und das ich alles in mir trage, was ich für meine wahre Größe benötige. Es war/ ist meine innere, positive Antriebskraft.


Mein menschliches inneres Kind hingegen, war geprägt von meinen Erfahrungen, Tiefschlägen und harten Zeiten. Aber auch von Glaubenssätzen, Erziehung, Schule, Kirche und meinem Umfeld. Dadurch formten sich meine Ängste und die Stolpersteine wuchsen.


Aus der Vogelperspektive betrachtet, gingen meine beiden inneren Kinder nicht Hand in Hand, sondern verfolgten jeweils ihre eigenen Ziele. Es funktionierte- aber holprig.


Wie bei einer Gangschaltung im Auto.


Du kannst die Kupplung und das Gaspedal einzeln bedienen, aber das Auto fährt nur, wenn du beide Pedale im Einklang bedienst. Wenn eins der Pedale zu schnell oder zu wenig betätigt wird, ist deine Autofahrt holprig.


Im übertragenen Sinne war auch meine „Autofahrt“ durchs Leben holprig. Mein spirituelles inneres Kind wollte seinen Weg gehen, sich entwickeln und entfalten. Mein menschliches inneres Kind war gebeutelt und wollte lieber in Ruhe gelassen werden bzw. war stolz alles alleine zu schaffen und hielt stets die Fassade aufrecht.


Dabei ist das Leben umso leichter, wenn alles im Einklang ist.


Wir Menschen leben, auf dieser Erde, in einer Dualität mit einem Pol und einen Gegenpol. Das wird deshalb benötigt, um u.a. als Spiegel zu dienen und alles aufzuzeigen. Dadurch kann etwas Neues, Drittes (Trinität) entstehen. So braucht es ein spirituelles inneres Kind (Gottes Kinder) und ein menschliches inneres Kind (wir als Mensch in dieser materiellen Welt) um unser Wesen im Außen zu formen.


Aus dem Wissen heraus, dass du der Ausdruck deiner eigenen Trinität bist, kannst du aus dem Kreislauf austreten und die Vogelperspektive einnehmen.


Betrachte dich, was sind deine inneren Treiber für Sorgen, Ängste, Mangeldenken oder egogetriebene Gedanken? Welche Glaubenssätze stecken dahinter?


Übung:


Überlege dir, welche Sätze dich in deinem Leben begleiten und von manchen Erfolgen abhalten. Benenne deine Glaubenssätze auf einem Zettel. So kommen sie aus deinem Unterbewusstsein an dein Tagesbewusstsein.


Im nächsten Schritt formulierst du diese Sätze einzeln ins Positive um. Spüre in diese neue Formulierung hinein. Welches Gefühl keimt in dir auf? Lass‘ dieses Gefühl in dir erblühen und sich ausbreiten.


Vereine nun dieses positive Gefühl von Fülle, Freude, Liebe, Wärme, Glückseligkeit mit deinem positiven, neuen Glaubenssatz.


Spüre erneut nach.


Wenn es sich jetzt für dich gut anfühlt, kannst du den Zettel mit den alten Glaubenssätzen zerreißen.


Du kannst Berge versetzen, wenn du aus tiefsten Herzen, im Einklang mit deinem Verstand, deinen beiden inneren Kindern arbeitest und loslässt.


Du kannst das!


"Denke immer daran, wo du herkommst. Du bist ein Kind Gottes.


Nutze dieses Potenzial für dich,


in Liebe."